Leseinspiration für das Regenwetter

Bei dem Regen und grauen Himmel in Münster ist aktuell das beste Wetter, um es sich drinnen gemütlich zu machen und ein Buch zu lesen. Ihr sucht noch Leseinspiration? Zwar ist keine neue Kolumne in der Westfalenpost Meschede von mir erschienen, aber ich dachte, ich berichte euch mal von den neun Büchern, die ich seit Weihnachten gelesen habe – vielleicht ist ja etwas Passendes für euch dabei! An Weihnachten selbst habe ich noch „Becoming“ von Michelle Obama zu Ende gelesen, was jeden anspricht, der gerne etwas über starke Frauen, die Wichtigkeit von Bildung und das interessante aber oft anstrengende Dasein von Politikerfamilien liest. Ich habe die Memoiren förmlich verschlungen. Direkt nach Weihnachten habe ich „War of the Wolf“, den neusten Band der Uhtred-Saga von Bernard Cornwell gelesen – die Reihe habe ich auch schon einmal in einer Kolumne vorgestellt. Wie jedes Mal liefert Cornwell eine spannende und historisch interessante Story und man will sofort wissen, wie die Geschichte um Uhtred im nächsten Band weitergeht! Einen dystopischen Blick in die Zukunft wagt Leni Zumas in ihrem Roman „Red Clocks“, in dem Abtreibung in den USA illegal ist und sich fünf sehr unterschiedliche Frauen in dieser neuen Welt zurechtfinden müssen. Obwohl der Roman eine spannende Idee aufgreift, hätte die Story für meinen Geschmack ruhig noch etwas mehr Tiefgang haben können. Anschließend habe ich zu einer bereits älteren Novelle gegriffen, und zwar „The Bridges of Madison County“ von Robert James Waller. Der Autor erzählt darin eine unkonventionelle und sehr berührende Liebesgeschichte, die man schnell gelesen hat (ich habe anderthalb Tage gebraucht), aber nicht so schnell vergessen wird. Für mich als Autorin war der nächste Roman besonders interessant: „Camino Island“ von John Grisham. Es handelt sich hierbei nicht um ein für den Autor typischen Justizthriller – vielmehr geht es um den spektakulären Raub handgeschriebener Manuskripte von F. Scott Fitzgerald und die Suche nach ihnen. Grisham führt in die Welt von Buchhändlern und Autoren ein und gewährt dabei viele interessante Einblicke. Anschließend habe ich mich wieder Bernard Cornwell zugewandt, dieses Mal aber seinem Roman „Gallows Thief“, der in der Zeit nach den napoleonischen Kriegen spielt und die Geschichte von Rider Sandman, einem Helden der Schlacht von Waterloo, erzählt. Sandman soll überprüfen, ob ein zu Tode verurteilte Maler tatsächlich einen grausamen Mord begangen hat, und taucht schnell in die intrigenreiche und düstere Welt Londons in der Regency-Zeit ab. Eine historisch lehrreiche aber auch unheimlich spannende Story. Danach habe ich zwei Krimis gelesen, „Totensonntag“ und „Der Prinzessinnenmörder“, beide von Andreas Föhr (und die einzigen beiden deutschen Romane auf dieser Liste). Mein Mann und ich haben aus Versehen erst „Totensonntag“ gelesen, den 5. Band aus der Krimireihe um Wallner und Kreuthner, aber ich habe dann schnell den 1. Band gekauft und mich von der in Bayern spielenden Reihe direkt überzeugen lassen. Anschließend bin ich wieder in die Geschichte abgetaucht und habe „The Last Hours“ von Minette Walters gelesen. Dieser Roman spielt im mittelalterlichen England zur Zeit der Pest und verknüpft starke Frauen, historische Einblicke und einen spannenden Krimifall miteinander. Die Fortsetzung des Romans habe ich bereits bestellt, so gut hat er mir gefallen. Aktuell lese ich „Labyrinth“ von Kate Mosse. Auch hier geht es um starke Frauen: Alice und Alaïs, die 800 Jahre getrennt voneinander einem religiösen Geheimnis auf den Grund gehen wollen. Den Roman habe ich bereits vor einigen Jahren zum ersten Mal gelesen, aber ca. einmal im Monat lese ich immer Bücher, die ich schon kenne und die mir gefallen haben. Manche meiner Bücher lese ich sogar fast jedes Jahr („Persuasion“ von Jane Austen und „Anne of Green Gables“ von L. M. Montgomery beispielsweise). Das ist jetzt ein langer Post geworden! Respekt an diejenigen, die es bis hierher geschafft haben. Ich hoffe, es war ein wenig Leseinspiration für euch dabei! Ich koche mir jetzt einen Tee und lese dann selbst weiter. Einen schönen Sonntag!

The rain and gray sky in Münster at the moment is the best weather to cozy up inside and read a book. You’re still looking for reading inspiration? There has been no new column in the Westfalenpost Meschede from me lately, but I thought I’d tell you about the nine books I’ve read since Christmas – maybe among them, there’s something suitable for you! On Christmas itself, I finished reading „Becoming“ by Michelle Obama, which is for you if you like to read about strong women, the importance of education and the interesting but often strenuous life of politicians‘ families. I basically devoured Obama’s memoirs. Right after Christmas, I read „War of the Wolf“, the latest installment of the Uhtred saga by Bernard Cornwell – I presented the series in one of my past column. Like always, Cornwell delivers an exciting and historically interesting story and you immediately want to know how Uhtred’s story continues in the next installment! Leni Zuma presents us readers with a dystopian look into the future in her novel „Red Clocks“, in which abortion in is illegal in the US and five very different women navigate this new world. Although the novel has an interesting premise, the story – for my taste – could have had a little more depth. After that, I read an older novel: „The Bridges of Madison County“ by Robert James Waller. The author writes about an unconventional and very touching love story that you read quickly (it took me a day and a half), but don’t forget quickly. For me as a writer, the next novel was particularly interesting: „Camino Island“ by John Grisham. This is not one of his typical judicial thrillers – rather, Grisham tells the story of the spectacular robbery of manuscripts handwritten by F. Scott Fitzgerald and the search for them. Grisham immerses his readers into the world of booksellers and authors and gives many interesting insights. Then, I turned back to Bernard Cornwell, but this time read his novel „Gallows Thief“, which is set after the Napoleonic Wars and tells the story of Rider Sandman, a hero of the battle of Waterloo. Sandman is takes with determining whether a painter sentenced to death has actually committed the cruel murder, and quickly is drawn into the scheming and dark world of London in the Regency era. A historically instructive, but also incredibly exciting story. After that, I read two crime novels, „Totensonntag“ and „Der Prinzessinnenmörder“, both by Andreas Föhr (and the only two German novels on this list). My husband and I accidentally read „Totensonntag“, the 5th installment of the Wallner and Kreuthner series, first, but I quickly bought the 1st installment and am now a fan of the crime series set in Bavaria. Then I went back to history and read „The Last Hours“ by Minette Walters. This novel plays in medieval England at the time of plague and combines strong women, historical insights and an exciting criminal case. I already ordered the sequel to the novel, that’s how much I liked it. Currently, I am reading „Labyrinth“ by Kate Mosse. This novel deals with strong women, as well: Alice and Alaïs, who – 800 years apart from each other – are both trying to get to the bottom of a religious secret. I read the novel for the first time a few years ago. About once a month, I always read books I already know and I liked. I read some of my books almost every year („Persuasion“ by Jane Austen and „Anne of Green Gables“ by L. M. Montgomery for example). This has turned out to be a super long post now! Kudos to those who made it to here. I hope you found some reading inspiration! I’m going to make myself a cup of tea now and continue reading myself. Have a nice Sunday!

book-2606877_1920

Advertisements